Zugang zum URZ mit Terminalemulationsprogrammen

Terminalemulation

(nicht zu verwechseln mit Telnet über einen Netzwerkzugang, was eine ähnliche nichtgraphische Benutzeroberfläche mit Kommandozeile bzw. Eingabeaufforderung bietet.)
Die meisten Terminalemulationsprogramme bieten verschiedene Terminaltypen wie zum Beispiel tty, vt52, vt100, vt220 oder ANSI. Die Modemzugänge sind bei uns auf vt100 eingestellt. Wenn Sie Ihr Programm also auf vt100, vt220 oder ANSI stellen, sollten Sie problemlos mit ,FullScreen"-Anwendungen wie elm, tin, vi oder anderen arbeiten können. Teilweise funktionieren allerdings die Cursor-Tasten nicht richtig. Das ist von Programm zu Programm unterschiedlich. Mit ZOC, TE/2 und QComm gibt es da nach meiner Erfahrung keine Probleme. Wenn alles installiert und konfiguriert ist, sollte man noch das richtige Wählverfahren (Impuls/Ton-Wahl) einstellen, damit das Modem auch eine andere Nummer anwählen kann. Der entsprechende Punkt im Terminalprogramm heisst in der Regel ,Dial Prefix" oder ähnlich.
 

Software

Weiterhin brauchen Sie eine Terminalemulationssoftware, die ein vt100 Terminal unterstützt und Dateien übertragen kann. Im folgenden sind ein paar Beispiele für verschiedene Betriebssysteme aufgelistet, die als Public Domain Software oder ShareWare zum Beispiel auf download.uni-hd.de  zu finden sind:
  • Windows 95/NT
  • Windows 3.1x
  • DOS
  • Unix
  • Mac
  • OS/2
  • Damit sollte es Ihnen jetzt möglich sein, sich einzuwählen:

    Begrüssungsbildschirm

    Zugang zu anderen Rechnern bei Terminalemulation

    Nach der Eingabe der UserID modem erscheint eine Liste mit den direkt von hier aus erreichbaren Rechnern:
     
      Geben Sie 's' ein, um Modemsoftware auf Ihren Rechner zu kopieren oder
         waehlen Sie die Nummer oder Namen eines der folgenden Rechner:
    
               1)      aixterm0.urz.uni-heidelberg.de
               2)      aixterm1.urz.uni-heidelberg.de
               3)      aixterm2.urz.uni-heidelberg.de
               4)      aixterm3.urz.uni-heidelberg.de
               5)      aixterm4.urz.uni-heidelberg.de
               6)      aixterm5.urz.uni-heidelberg.de
               7)      aixterm6.urz.uni-heidelberg.de
               8)      aixterm7.urz.uni-heidelberg.de
               9)      aixterm8.urz.uni-heidelberg.de
              10)      aixserv1.urz.uni-heidelberg.de
              11)      aixserv2.urz.uni-heidelberg.de
              12)      aixgraf1.urz.uni-heidelberg.de
              13)      aixgraf2.urz.uni-heidelberg.de
              14)      heidi.ub.uni-heidelberg.de
              15)      hpserv.urz.uni-heidelberg.de
              16)      math.uni-heidelberg.de
                       [...MORE...]
    Kommando =>
    
     d/n/f: Seite vor  -  u/p/b: Seite zurueck  -  h/?: Hilfe - quit: Ende
     
    Wenn der direkte Zugang aus dieser Rechnerliste auf die Rechner anderer Institute gewünscht wird (ohne sich erst auf die Unix- Rechner des Unirechenzentrum einzuloggen und dann eine Telnet Sitzung zu eröffnen), muß das entsprechende Institut einen Antrag an das Rechenzentrum stellen. Jedem muß klar sein, daß über einen solchen Zugang jeder, dem UserID und Password bekannt sind, sich Zugang verschaffen kann - diese Zugangsmöglichkeit gibt es allerdings sowieso schon von jedem an das HD-Net oder auch an das weltweite Internet angeschlossenen Rechner.

    Filetransfer bei Terminalemulation

    Es gibt bei uns eine einfache Möglichkeit, sich eine Grundausstattung an Software für den Modemzugang bei uns herunterzuladen. Wenn man in der obigen Maschinenauswahlliste 's' drückt, bekommt man ein Menue in dem einige gängige Programme angeboten werden. Wer bereits eine Netzwerkverbindung über PPP zum Rechenzentrum hat, kann auch FTP (File Transfer Protocol) zum Beispiel unter Windows benutzen, um Dateien von beliebigen FTP Servern zu übertragen.
     
           Bitte waehlen Sie die Nummer einer der folgenden Softwarepakete
    
        1)   TELIX             Terminalprogramm fuer DOS (Shareware)
        2)   TELIX FOR WINDOWS Terminalprogramm fuer Windows (Shareware)
        3)   ZOC               Terminalprogramm fuer OS/2 (Shareware)
        4)   TE/2              Terminalprogramm fuer OS/2 (Shareware)
        5)   ZTERM             Terminalprogramm fuer MACINTOSH (Shareware)
        6)   VLT               Terminalprogramm fuer AMIGA
        7)   MiniComm          Terminalprogramm fuer Linux
                               ----------------------------------------------------
        8)   NUPOP             POP Client ueber Modem fuer DOS
                               Benoetigt keine SLIP/PPP Verbindung
        9)   Eudora (MAC)      POP Client ueber Modem fuer MACINTOSH (Shareware)
                               Benoetigt keine SLIP/PPP Verbindung
       10)   Eudora (Windows)  POP Client ueber Modem fuer WINDOWS (Shareware)
                               Benoetigt SLIP/PPP (Winsock)
                               ----------------------------------------------------
       11)   WINSOCK           Trumpet Winsock (Shareware)
                               TCP/IP Treiber fuer Windows, auch ueber Modems
                       [...MORE...]
    Auswahl =>
    
     d/n/f: Seite vor  -  u/p/b: Seite zurueck  -  h/?: Hilfe - z/x/q: Ende
     
    Nach der Auswahl der zu übertragenden Dateien kommen noch einige weitere Abfragen und dann wird der Filetransfer gestartet.

     Um Dateien hin und her zu übertragen gibt es verschiedene Filetransferprotokolle:

    Von den aufgelisteten Protokollen ist z-Modem das leistungsfähigste. Es verfügt über eine Fehlerkorrektur und ist auch von diesen Protokollen das schnellste. Außerdem ist es möglich (wenn von der eigenen Software unterstützt), nach einem Abbruch der Verbindung während eines Filetransfers, die Übertragung an der Stelle fortzusetzen, an der der Abbruch erfolgte. Weiterhin werden die Dateinamen automatisch ausgetauscht und bei den mir bekannten Programmen wird automatisch der Empfang gestartet wenn man auf der UNIX-Seite das Sendekommando abschickt. Wenn das eigene Programm z-Modem nicht unterstützt, sollte man die y- und x-Modem Protokolle ausprobieren.

    Man kann auch beliebige andere Dateien mit obigen Filetransferprotokollen übertragen. Um zum Beispiel eine Datei vom Unix auf den eigenen PC zu schicken, muss man sich dort einloggen und dann einfach das folgende Kommando eingeben:

    sz -rw 4096 datei.ext

    Das lokale Programm geht sofort automatisch in den Empfangsmodus und speichert die empfangene Datei unter dem gleichen Namen ab. Die Parameter bedeuten dabei:

    Um eine Datei zu schicken muss man zuerst auf dem Unix das Kommando

    rz

    eingeben und dann dem eigenen Programm das Kommando zum Senden geben (meistens die <PG UP> Taste).  Näheres zu den Kommandos ist den entsprechenden man-Pages zu entnehmen. (Zum Beispiel mit man sz)

    Ich habe einmal eine Terminalemulationssitzung mitprotokolliert:

    ATZ
    OK
    CONNECT 57600/ZyX  16800/V42b
    ***
    *** CONNECT TO 49071
    *** date 21.01.1994
    *** time 09:40:39
    ***
    Willkommen im URZ!
    Bitte als 'modem' einloggen
    relay login: modem
    AFS (R) 3.2 Login
    Last login: Thu Jan 20 21:05:32 on ttyZ0
    SunOS Release 4.1.3 (GENERIC) #3: Mon Jul 27 16:44:16 PDT 1992
    Bitte wählen Sie die Nummer oder Namen eines der
    folgenden Rechner:
    d/n/f: Seite vor   -   u/p/b: Seite zurück   -   quit:
    Ende
               1)      aixgraf1.urz.uni-heidelberg.de
               2)      aixgraf2.urz.uni-heidelberg.de
               3)      aixterm1.urz.uni-heidelberg.de
               4)      aixterm2.urz.uni-heidelberg.de
               5)      aixterm3.urz.uni-heidelberg.de
               6)      aixterm4.urz.uni-heidelberg.de
               7)      aixfile1.urz.uni-heidelberg.de
               8)      aixfile2.urz.uni-heidelberg.de
    Kommando => 1
    Trying 129.206.100.160...
    Connected to aixgraf1.urz.uni-heidelberg.de.
    Escape character is '^]'.
    AIX telnet (aixgraf1)
    IBM AIX Version 3 for RISC System/6000
     >> This is host aixgraf1 running AIX 3.2.2 US-English <<
    login: x27
    Enter password for x27:
    User x27 authenticated via AFS 3.2.
    ***************************************************************
    *****        Universitätsrechenzentrum  Heidelberg   *****
    *****       EDV-Anlagen: IBM-RS/6000 unter  AIX V.3.2     *****
    ...
    Und hier ein Beispiel für einen Filetransfer mit einer unkomprimierten Datei:
    x27@sun0 [/home/x27] $sz -w 4096 xgopher
    rz
    DOWNLOAD ZModem
    xgopher            (131072 chrs, 0:47 min = 2788 chrs/sec eff)
    sz 3.16 09-15-91 finished.
    Und die gleiche Datei noch mal. Dieses mal vorher mit gzip komprimiert:
     logout
    Connection closed by
    NO CARRIER
    ***
    *** DISCONNECT
    *** time 11:11:53
    ***
    Ich hoffe, daß diesen Erklärungen ausreichen, eine Modemverbindung zum gewünschten Rechner zu bekommen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

    Thomas Völkering - eMail: Thomas.Voelkering@urz.uni-heidelberg.de
    oder die Modemberatung Donnerstags von 14.00 bis 16.00 Uhr im URZ Zi. 209


    Thomas Völkering Letzte Änderung: 1997 Beispiele Modem/ISDN-Skript