Digitales Audio Digitales Video Streaming Video Streaming Server Mediaserver Quellen

3.1 Funktion

Durch "Streaming" könnnen Audio- und Video-Dateien bereits während der Übertragung angehört bzw. angeschaut werden - vorausgesetzt die Bitrate ist nicht höher als die Geschwindigkeit des Internetanschlusses. Beim Streaming muss also nicht wie beim üblichen "Download und Play-Prinzip" abgewartet werden, bis eine Media-Datei (Audio oder Video) komplett übertragen ist, bevor der Inhalt angehört bzw. betrachtet werden kann. Man spricht daher auch von Echtzeitübertragungen, da Daten ohne größere Zeitverschiebung vom Client wiedergegeben werden.

Problem: mangelnde Bandbreite  Gegenmittel Buffering!!!
Für eine CD-ähnliche Audioqualität wird eine Bitrate von 128 kb/s benötigt. Das bedeutet, daß zwei ISDN-Leitungen mit je 64kbit/s und eine "staufreie" Internetverbindung nötig wären, um mp3 direkt aus dem Internet abspielen zu können.

Deshalb Buffering (Puffern):
Zuerst wird ein Teil der Datei heruntergeladen und zwischengespeichert => buffering
Während dieser Teil dann abgespielt wird, werden im Hintergrund die nächsten Teilstücke (sog. Pakete) heruntergeladen.
 

3.2 Encoder

Um Video-, Audio,- und Bilddateien streamen zu können, müssen sie mit Hilfe eines Encoders in die jeweiligen Streamingformate umgewandelt werden. Die beiden gängigsten Encoder sind von Real und Microsoft.

3.2.1 Realproducer G2 Basic Version 7

Die Dateien sind nicht kompatibel zum früheren Realserver 5.0. Die maximale Samplingrate beträgt 44 kHz. Kein Verkleinern der Ausgangsdateien in ihren Abmessungen möglich.  Multistreaming ist frei wählbar ( 28.8 kbit/s und 512 kbit/s möglich in einer Datei) und es können auch Quicktime-Filme verarbeitet werden.
Der Realproducer G2 Plus V.7 kann auch kompatible Dateien zu Realserver 5.0 produzieren, die Bildgrösse des Videos verändern und mehr wie zwei Bandbreiten in einer Multistreaming-Datei abspeichern. Er ist allerding nicht kostenlos. Preis: 149,99 US$.
 

Realproducer G2 Basic V7
 

3.2.2 Windows Media Encoder 4.1

Einzig angenommenes Videoformat ist das windows-spezifische Avi. Probleme entstehen beim Erstellen von Multistream-Dateien; der WME 4.1 erstellt einen unbeeinflussbaren Sicherheitsdatenstrom. Dadurch sind keine Kombinationsmöglichkeiten wie bei Realproducer Basic/Plus möglich. Allerdings steht er kostenlos zur Verfügung!
 

Windows Media Encoder 4.1
 

3.3 Single Stream

Single Stream - Encoding/Decoding
Ein Video-/Audiostrom wird für eine einzige Bandbreite kodiert und benutzt. Ist die Internetverbindung zu schwach kann die Datei nicht abgespielt werden.  Bis Netshow Theatre 3.0 und Real Server 5.0 wurde diese Technik eingesetzt.
 

3.4 Multi Stream

Multi Stream - Encoding/Decoding
In einen Datenstrom werden mehrere Video-/Audioversionen der Datei kodiert. Die Player sind in der Lage bei einer Verschlechterung oder Verbesserung der Internetverbindung auf die jeweilige bessere oder schlechtere Videoversion umzuschalten - und das ohne störende Unterbrechungen!
 

3.5 Meta-Dateien und ihre Funktion

Meta-Dateien beeinhalten in erster Linie die Adresse des Zielvideos. Dies wird vom Player eingelesen und eine Verbindung zur Videodatei erfolgt. Allein diese kleine Meta-Datei (ca. 1 KB) wird in den temporären Ordner abgelegt. Bei Windows Media haben diese Dateien die Endung *.asx bei Real Media *.rmm. In der Regel liegen sie auf dem Webserver des Videoanbieters, während die Streaming-Video-Dateien zentral auf einem speziellen Videoserver abgelegt sind.
Seit ASX Version 3.0 können nicht nur Informationen zum Video wie der Titel, Autor etc. eingegeben werden. Auch Start und Stopmarken-Adressangaben sind möglich. Diese beziehen sich auf die im WM-Indexer gesetzen Marker und Skripts. Dies eröffnet völlig neue Möglichkeiten.
 

Beispiel einer asx-Metadatei
 

3.6 Bandbreiten im Streaming-Video-Betrieb

Beispiele zu verschiedenen Bandbreiten

Real (28.8 kbps / 80 kbps / 380 kbps)

Windows Media (28.8 kbps / 80 kbps / 380 kbps)